25.07.2018 , 12:32 Uhr - Nachrichten - Ingenieurkammer Sachsen-Anhalt

Wie funktioniert eine Smart City?

... Und brauchen wir das überhaupt? Build-Ing. klärt auf – in Farbe und bunt.

Warum gibt es Smart Cities? Weil die Vernetzung unaufhaltsam ist. Im Juni 2015 brachte Amazon den smarten Lautsprecher Echo auf den US-Markt (Deutschland: Februar 2017). Echo wird vom digitalen Assistent Alexa gesteuert. Dieser Assistent, der alles hört und speichert, vernetzt nicht nur Amazon mit seinen Kunden. Er steuert auf Wunsch auch das eigene Smart Home.

Mit Echo und Alexa gelang Amazon der größte Erfolg in der Geschichte der Technologieentwicklung. Nach nur vier Jahren steht der smarte Lautsprecher in jedem sechsten US-Haushalt. Eine Sättigung ist nicht in Sicht. Echo wird Teil der Familie – und die permanente Vernetzung so alltäglich wie die ständige Nutzung des Smartphones.

Alexa ist das süße Bonbon für den Einstieg ins volldigitalisierte Leben. Trotzdem deckt Alexa nur einen kleinen Teilbereich dessen ab, was in Smart Cities möglich sein wird: Die Entwicklung und Nutzung digitaler Technologien in fast allen städtischen Bereichen.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) definiert Smart Cities als "die Aus- und Aufrüstung der Städte und ihrer Infrastrukturen mit digitaler Technologie, die Verknüpfung bisher getrennter Infrastrukturen oder ihrer Teilsysteme." Dazu gehören unter anderem "die Modernisierung kommunaler Entscheidungs-, Planungs- und Managementprozesse unter Einbezug von Bürgern, privatwirtschaftlichem Kapital und intensiver Nutzung von Daten."

Die Plattform Innovative Digitalisierung der Wirtschaft sieht vier Anwendungsbereiche innerhalb einer Smart City:
  • Smart Living (private Sicherheit, Shopping, Kultur)
  • Smart Energy & Environment (Wasserversorgung, Abfallentsorgung, Energiespartechnologien)
  • Smart Learning (digitalisierte Schulen und Hochschulen)
  • Smart Government (digitale Verwaltungsprozesse und Bürgerinformationen)
Die Infografik gibt einen Überblick über die Technologien eines Smart Buildings in einer Smart City.

In Deutschland existieren einige Pilotprojekte: Rüsselsheim (Smart Parking), Bamberg (SiBike, Smart Mobility), Braunschweig (Projekt VITAL, Smart Mobility). Im EU-Ranking der Smart Cities spielen deutsche Städte noch keine Rolle. Die bestplatzierte Stadt Göttingen steht auf Rang 22.

Links:
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
Ranking der EU-Smart-Cities


Quelle: Build-Ing. / 13.07.2018 Jürgen Winkler



BIM Cluster
Sachsen-Anhalt

Building Information Modeling (BIM), die Digitalisierung im Bauwesen, ist die weltweit modernste Methode entlang der Wertschöpfungskette von Gebäuden sowie Liegenschaften. BIM wird die Zukunft im Bauwesen auch in Deutschland bestimmen. Alle am Bau Beteiligten werden von dieser Methode partizipieren. Das 'BIM Cluster Sachsen-Anhalt' ist das Netzwerk öffentlicher Institutionen, Organisationen und Verbände sowie privater Unternehmen. Ziel des Netzwerks ist es, die Implementierung von BIM in Sachsen-Anhalt zu unterstützen, vorzubereiten und zu begleiten. Das regionale Cluster soll Akteure und Interessenten zusammenbringen und den schnellen, intensiven Informationsaustausch fördern.